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Österreichische Berg- und Schiführer
Bergführer / Schiführer

News zum multinationalen Ausbildungskurs in Osteuropa der IVBV



Liebe Bergführerin, lieber Bergführer


Nachfolgend findet ihr ein paar Informationen zu einem für die IVBV aktuell wichtigen Projekt.


Im 2017 fand unter dem Patronat der IVBV erstmals ein multinationaler Ausbildungskurs für Teilnehmende aus verschiedenen osteuropäischen Staaten statt.

Ziel war, bereits lokal ausgebildete Bergführer ohne IVBV-Anerkennung soweit auszubilden, dass sie das Niveau Bergführer-Aspirant" vergleichbar dem der Alpenländer erreichen. Die ENSA verlieh diesen Titel zum Schluss nach strengen Prüfungen an 14 Absolventen. Im 2018 soll ein weiterer Kurs gestartet werden. Ebenfalls ist ein darauf aufbauend ein Bergführer-Schlusskurs geplant. Die Absolventen sind dann IVBV-zertifizierte Bergführer. Die Verbände der Alpenländer (Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Südtirol und Österreich) haben diese Kurs zusätzlich zum Dachverband finanziell oder personell unterstützt.

Warum unterstützt die IVBV eine solche Ausbildung für osteuropäische Bergführer? Da wird ja die eigene Konkurrenz im Alpenraum aufgebaut und erst noch subventioniert!

Die Lancierung dieser Trainings basiert auf folgender Überlegung: Die EU strebt eine freie, nicht diskriminierende Berufsausübung für Dienstleister (und Bergführer) über den gesamten EU Raum an. Darauf können wir Bergführer keinen Einfluss nehmen. Die Frage ist, welcher Standard gefordert ist, damit ein Bergführer länderübergreifend arbeiten kann. In den Alpenländern hat sich dank über 50 jährigem Engagement der IVBV das Niveau und die Inhalte der IVBV als Standard durchgesetzt, festgelegt in der IVBV-Plattform. Jetzt ist es wichtig, dass in "neuen" EU Ländern wie zum Beispiel Rumänien und Bulgarien ebenso strenge Standards für Bergführer gefordert werden. Damit dies möglich wird, unterstützt die IVBV mit den multinationalen Trainings aktive, aber nicht IVBV-zertifizierte Bergführer dieser Länder darin, unsere Zertifizierung zu erlangen. 

Diese Bergführer werden sich später in ihren Ländern sehr dafür einsetzen, dass "ihr" mit viel Schweiss erlangter Standard auch als der offizielle Standard dieser Länder anerkannt wird (und nicht ein tieferer)!

Nur so können wir vermeiden, dass der Alpenraum im Laufe der Jahre von niedrig qualifizierten Bergführern mit entsprechend tiefen Honoraren überflutet wird. 

Die Erfahrung mit multinationalen Ausbildungen wird zudem ermöglichen, dass sich Mitglieder mit eher kleiner Nachfrage nach Aus- und Fortbildungskursen zusammentun können und gemeinsame Angebote lancieren werden, vielleicht Verbände wie Polen, Tschechien, Slowakei und Slowenien, oder auch Mitglieder aus südamerikanischen Staaten. Das werden diese Mitglieder selbstverständlich selber entscheiden können.

Dieses Engagement für die Ausbildung und den internationalen Standard der Bergführerausbildung ist eine der Kernaufgaben der IVBV: Es ist dafür zu sorgen, dass "unser" Standard weltweit als DER Standard anerkannt ist. Aktuell engagiert sich die IVBV hier vorallem in Osteuropa, in den ehemaligen Sowjetstaaten und verschiedenen Staaten Südamerikas. Durch die Etablierung eines weltweiten Standards soll auch ermöglicht werden, mit seinen Gästen in verschiedene Länder zu reisen. Das ist nicht in Stein gemeisselt. Die Gesetze und Verordnungen werden in den einzelnen Ländern gemacht und die primäre Einflussnahme muss der örtliche Landesverband nehmen. Die IVBV kann ihn aber unterstützen. Aktuell in Europa scheint es allerdings leider so, als würden eher Grenzen aufgebaut! Fact ist, dass in den letzten Jahren kaum neue Gesetze entstanden sind, aber bestehende Gesetze erst heute ernsthaft umgesetzt werden (insbesondere in Frankreich und Italien). Dies führt zur Situation, dass für die Berufsausübung innerhalb Europas für uns heute mühsame Anmelde- und Bewilligungsverfahren nötig sind. Die IVBV setzt sich dafür ein, diese so gut wie möglich zu vereinfachen. Unsere Vision ist, dass unser IVBV Ausweis europa- oder besser weltweit als dasjenige Dokument anerkannt wird, aufgrund welchem lokale Bewilligungen in einem einfachen Akt ausgestellt werden können, ohne langwierige Behördenverfahren. Das Board der IVBV, verschiedene Kommissionen und die Vorstände eurer Verbände arbeiten täglich an der Verwirklichung dieser Vision. Bekanntlich braucht das Erreichen jedes Gipfels viele kleine Schritte in die richtige Richtung. Wir sind unterwegs dort hin!


Alles Gute!

Euer Christian Trommsdorff / Präsident IVBV


aw/11/17

 

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