Österreichische Berg- und Skiführer
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Österreichische Berg- und Schiführer
Bergführer / Schiführer

Ausbildung: neuer Tourenbericht

Für die Aufnahme in die Bergführerausbildung ist neben der erfolgreich bestandenen Eignungsprüfung auch der eingereichte Tourenbericht entscheidend.

Mit der kommenden Aufnahmeprüfung sind zwei neue Kriterien zwingend zu erfüllen:
1. Fünf Touren auf 4.000m-Gipfeln (Westalpenhochtouren) in mindestens 2 verschiedenen Gebirgsregionen
2. Eine mehrtägige Skihochtouren-Durchquerung (min. 5 Tage Durchquerung einer Gebirgsgruppe mit täglichem Stützpunktwechsel)

Ein paar allgemeine Erläuterungen zum Tourenbericht
Grundsätzlich soll dieser ein  Spiegelbild eurer bisherigen Bergsteigerkarriere sein: d.h. man sollte sehen, was ihr bisher alles gemacht habt (und nicht nur im letzten Jahr) aber auch, dass ihr in möglichst vielen Gebirgsregionen bereits bergsteigerisch unterwegs gewesen seid.
Alle angeführten Touren sind eigenverantwortlich und in Wechselführung durchzuführen.

Klettern Alpin
Hier Mehrseillängentouren in entsprechender Länge und Schwierigkeitsgrad, wobei hier vor allem auch der alpine Charakter der Routen entscheidend ist (Zu- und Abstieg, Absicherung): deswegen sind talnahe Routen hier nicht so gefragt.    
Touren mit gebohrten Standplätzen bzw. hier und da gebohrte Zwischenhaken sind kein Ausschlussgrund – wichtig ist aber in diesen Routen ein alpiner Charakter mit deutlich weiteren Hakenabständen als im Klettergarten und dass man in den angegebenen Routen mit mobilen Sicherungsmitteln (Keilen, Friends, udgl.) arbeiten durfte.    
Die Wandhöhe muss am Stück gegeben sein, d.h. zwei 150 Meter-Touren hintereinander ergeben leider noch keine 300 Meter-Wand.

Mehrseillängen-Hitliste -  alpine Sportkletterrouten ("Plaisir-Routen")
Hier sind Routen gemeint, wo man in der Beschreibung unter Ausrüstung in etwa „12 Express, sonst nix“ liest. Wandhöhe und Schwierigkeitsgrad sind hier nicht so ausschlaggebend, wobei alpines Sportklettern im Bereich 5c aufwärts stattfindet und die zweite Seillänge von Route XY im Klettergarten noch keine richtige Plaisir-Route darstellt.

Sportklettern (freiwillig)
Hier kann bzw. sollte man seine schwersten Rotpunkt-Begehungen von Klettergartenrouten anführen, wobei diese mindestens bzw. über dem Aufnahmeprüfungs-Niveau (6b+) liegen sollten. Gegebenenfalls kann man hier auch Boulder eintragen (beispielsweise wäre eine Begehung von Midnight Lightning hier eine Erwähnung wert).
Klarerweise müssen alle hier angegebenen Routen- bzw. Boulder-Begehungen auf Naturfels liegen - die Blaue 7a in der Keltterhalle Affenhimmel zählt natürlich nicht...
Wettkampfklettern: ggf. hier die besten Ergebnisse angeben.

Hochtouren: 5 Eistouren mit min. 200m Wandhöhe und einer Mindeststeilheit von 50°:
Hier sind klassische hochalpine Eis- bzw. Firnflanken gefragt, welche im Aufstieg mit Steigeisen, Seil und Pickel bewältigt wurden.

5 kombinierte Touren (Wechsel Gletscher/Eis – Fels) mit Kletterpassagen mindestens im 3. Schwierigkeitsgrad
Ganz klassische Gipfelanstiege, wie man sie im ganzen glazialen Alpenraum findet – der Wechsel Gletscher – Fels – Eis muss auf dem Anstieg liegen und die Mitnahme der kompletten Hochtourenausrüstung (Steigeisen, Pickel, Siel, Gurt, usw.) erfordern.

NEU: 5 Touren auf 4000m-Gipfeln (Westalpenhochtouren) in mindestens 2 verschiedenen Gebirgsregionen
Hier zählt jeder Gipfel über 4.000 m Seehöhe, der überwiegend aus eigener Kraft (ohne Seilbahn bzw. Überfahren von hohen Pässen mit KFZ, udgl.) bestiegen wurde. Mindestens zwei verschiedene Gebirgsgruppen bedeutet auch, dass man hierzu mindestens einmal die Ostalpen verlassen muss(te), denn bekanntlich gibt’s hier ja nur eine Erhebung mit entsprechenden Eigenschaften, wobei hier natürlich auch entsprechende Gipfel weit außerhalb Europas angeführt werden können.

Eisfälle
Hier sind Anstiege gefragt, für die man zwei Steileisgeräte unbedingt benötigt (90 Grad Gelände) – die Schwierigkeiten sind gerade im Steileis immer sehr bedingungsabhängig, jedoch zählen vorwiegend die Angaben in der einschlägigen Führerliteratur, da diese in der Regel meistens auch passen. Die Wandhöhe sollte am Stück sein.

Skitouren/Skihochtouren
Der Aufstieg bei den hier angegebenen Touren sollten zu einem überwiegenden Teil aus eigener Kraft erfolgt sein, d.h. keine reinen Varianten-, oder Freeridetouren mit viel Liftunterstützung. Generell wären Skitouren mit ca. mindestens 1.000 Höhenmeter Aufstieg zu bevorzugen.

5 Skihochtouren (Skitouren im vergletscherten Hochgebirge):
Hier ist entscheidend, dass sich Aufstieg bzw. Abfahrt im vergletscherten Gelände befinden und man die entsprechenden alpinen Gefahren einkalkulieren musste (angeseiltes Abfahren bzw. Aufsteigen ist nicht obligat, dessen grundsätzliche Möglichkeit sollte aber einkalkuliert worden sein)

NEU: mehrtägige Skihochtouren-Durchquerung (min. 5 Tage Durchquerung einer Gebirgsgruppe mit täglichem Stützpunktwechsel):

Hier wird eine, (am Stück) fünftägige Skidurchquerung mit täglich wechselnden Tagesziel verlangt, wo jeden Tag an einem anderen Ort bzw. in einer anderen Geländekammer nächtigt. Bitte pro Zeile Ausgangspunkt, Tagesziel (höchster Punkt, Gipfel) und den Nächtigungsort (Hütte) eintragen.

aw/7/14

 

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